Wissenswertes über die GSX 1100F

GSX 1100 F BJ 1989

Die GSX 1100 F wurde im Oktober 1987 als Sporttourer mit 16 Ventilmotor, 5 Gang Getriebe 16 Zoll 3 Speichen Aluminium Rädern vorgestellt.
Das Premieren- Modell besaß 2 Scheibenbremsen vorne, welche in der Mitte goldfarben waren, sowie eine Einzelscheibe hinten. Alle Bremssättel waren ebenfalls goldfarbig.

Die GSX1100F war ein Hochleistungssporttourer mit voller Tourentauglichkeit. Sie besaß eine elektrisch verstellbare Frontscheibe, sowie eine große 2 Mann Sitzbank mit Doppelhaltegriffen.

Die Leistungsgrundlage entstammt der GSX1100-R. Etwas „zurück getuned“ um mehr Drehmoment im unteren und mittleren Drehzahlbereich zu erhalten.

Die gute Aerodynamik der GSX 1100F, sowie ihr starker 136 PS Motor verlieh ihr eine sehr hohe Endgeschwindigkeit. Die GSX1100F war eines der schnellsten Motorräder dieser Zeit, wenn nicht das schnellste.

Ein schwedisches Motorradmagazin maß 252 KM/h Endgeschwindigkeit, die Yamaha FJ 1200 mit vergleichbarem Motor brachte es nur auf 236 KM/h. Es war die gute Aerodynamik die diesen großen Unterschied ausmachte.

Mit der Leistungsgrundlage einer GSX-R ist es nicht nötig sich nachträglich im Zubehörregal zu bedienen. Unterschiede zur GSX-R:

Die GSX1100F atmet durch 34mm Mikuni Flachschieber Gleichdruckvergaser. Im Vergleich zu 34 mm Rundschieber Vergaser (´86-´88), 36mm (´89-´90), oder 40mm (´91-´97) Vergasern bei der GSX-R. Der Spottourer hat ein 4 in 2 Auspuffsystem anstatt der 4 in 1 Anlage bei der GSX-R. Der Motor besitzt eine um 2mm größere Bohrung, einen um 1mm längeren Hub, im Vergleich zur GSX-R, welche ein um 75 ccm größeren Hubraum ergibt.

Als Ergebnis des sehr guten Motors, sowie des tourenfreundlichen Chassis (30mm längerer Radstand) in Verbindung mit einer größeren Gesamtübersetzung, fährt sich die GSX1100F nicht wie ein Supersportler. Sie fährt sich als sehr angenehmes Strassenmotorrad. Die Leistung steigt kontinuierlich zwischen 3000 U/min und dem roten Bereich von 11300 U/min, was eine sehr schaltfaule Fahrweise ermöglicht.

Die 88er GSX1100F hatte Federungsprobleme (zu weiche Federn in der Vordergabel). Dies hatte Stabilitätsprobleme zur Folge, nicht zuletzt auch wegen der kurzen Hinterradschwinge (wurde im Folgejahr ersetzt)

In Schweden wurden durch den Importeur die hinteren Gabelfedern kostenlos durch härtere ersetzt.

Ein Krauser Koffersystem war als Zubehör erhältlich. Die elektrische Scheibe war Standard bei den 1100 ccm Modellen, die GSX750F hatte es nicht.